Die benediktinischen Abteien: Eine Entdeckungsreise in die Welt der Spiritualität und der antiken Gewerbe

Der Besuch eines Zistenser-Klosters ist eine Reise durch die Zeit. Hier werden Sie faszinierende Oasen entdecken, Welten des Schweigens, der Mystik, der Kultur, aber auch der täglichen harten Arbeit. Sie werden überraschende Kunstwerke und mit Miniaturen geschmückte Handschriften bewundern können, eindrucksvolle Territorien besuchen und antikes Wissen entdecken, wie z.B. den Einsatz von Heilkräutern als Arzneimittel. 

 

Der benediktinische Orden erlebte seine Blütezeit im Laufe des Mittelalters.  Das Gleichgewicht von Arbeit und Gebet, Fundament des benediktinischen Lebensstils, ermöglichte es diesen Klöstern (die bis zu etwa 900 Mönche aufnehmen konnten), wie kleine Städte zu leben, die von der Außenwelt unabhängig waren. Der Kern der Klöster war die Kirche, um die herum die Refektorien, die Bibliothek und die Schlafsäle sowie Mühlen, Öfen, Ställe, Keller und Werkstätten angesiedelt waren, in denen alle Tätigkeiten stattfanden, die für das Leben der Gemeinschaft erforderlich waren.

In der Regel lagen die Abteien in der Nähe eines Flusses und waren so angelegt, dass das Wasser zu den Brunnenanlagen und zur Küche geleitet werden konnte, bevor es die Waschküche und die Bäder erreichte. Im Laufe der Zeit und dank der Erfahrung ähnelten sich die architektonische Anordnung der Klöster zusehends, auch auf den verschiedenen Breitengraden. Viele von ihnen wurden um bereits bestehende Bauten herum gebaut, wie römische Villen oder heidnische Kultstätten.

In Nord- und Mittelitalien befinden sich einige besonders bewundernswerte Beispiele dieser Architektur, in der sowohl spirituelle als auch irdische Bedürfnisse zum Ausdruck kommen, und die sich durch eine tiefgreifende Gemeinschaft mit dem umliegenden Territorium auszeichnen.

Die Abtei von Morimondo

Die Abtei von Morimondo liegt in der Lombardei  inmitten der grünen Landschaft des Naturparks des Tessin-Tals.
Sie wurde im Jahr 1134 von 12  Zistenser-Mönchen gegründet, die aus der französischen Ortschaft Morimond kamen, und dient heute als Pfarrei. Bei den neuesten Renovierungsarbeiten der Abtei konnten unglaubliche künstlerischer Meisterwerke zutage gebracht werden, mit weltweit einzigartigen Dekorationen: darunter das Scriptorium, in dem die Schreiber und Kopisten des Ordens zahlreiche antike Texte aufbewahrt und gerettet haben, nachdem sie sie abgeschrieben hatten. Heute noch können die Buchstaben des Alphabets bewundert werden, die der Magister auf die als Tafel benutzten Wände schrieb, um den Schülern die Schrift und die Incipiti zu lehren.

 Das Kloster von Pomposa

Das antike Benediktiner-Kloster von Pomposa, in der Gemeinde Codigoro in Emilia Romagna, ist einer der bedeutendsten Abtei-Komplexe, die in Norditalien zu finden sind. Die heute zu sehende Basilika wurde im Jahr 1026 geweiht; zum ersten Mal jedoch siedelten sich hier Mönche im Zeitalter der Langobarden an. Sehr berühmt war die umfangreiche Bibliothek des Kloster, in dem klassische, literarische und religiöse Studien eine Blütezeit erlebten.

Die Abtei von Farfa

Diese Abtei und das zugehörige antike Dorf liegen in der Region Lazio (Latium), genau genommen im Herz des antiken Landstrichs Sabina, mitten in einer unbefleckten Natur; das Kloster ist bis heute ein aktives Zentrum für Kultur und Spiritualität. Um die Abtei herum erstreckt sich ein großer Park mit den für die Ortschaft Farfa typischen Häusern. Ihr Merkmal sind die hübschen kleinen Läden, die in der Vergangenheit an einflussreiche Kaufmannsfamilien vermietet wurden, wenn im Frühling und Herbst in Farfa große Märkte stattfanden, und die heute von geschickten Kunsthandwerkern geführt werden.

Gehen Sie jetzt auf de.agriturismo.it und finden Sie günstige Angebote für Ihren Ferien auf dem Bauernhof in Italien!

Kommentar schreiben.